Barbara Stambolis, Volker Jakob (Hrsg.): Kriegskinder

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Zwischen Hitlerjugend und Nachkriegsalltag – Fotografien von Walter Nies

Walter Nies, 1918 in Lippstadt geboren, fotografierte seit Mitte der 1930er Jahre Menschen in Westfalen. In den Jahren 1942 bis 1945 war er für die Bann-Bildstelle der Hitlerjugend in Lippstadt, ab 1943 auch für die Bildstelle der HJ Westfalen-Süd in Bochum tätig. Nach dem Ende des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs fotografierte Nies u.a. für die Katholische Osthilfe, die Hilfsorganisation für Flüchtlinge im Erzbistum Paderborn. Obwohl er nicht als Fotograf ausgebildet wurde, also Autodidakt ist, gelangen ihm unzählige hochprofessionelle und zugleich zeit- sowie fotogeschichtlich außerordentlich wichtige Aufnahmen.

Der in diesem Buch sichtbare Teil des umfangreichen fotografischen Lebenswerks von Walter Nies dokumentiert das Leben von Kindern und Jugendlichen „zwischen Hitlerjugend und Nachkriegsalltag“. Die Bilder zeigen facettenreich die Erfahrungswelt der Kriegskindergeneration des Zweiten Weltkriegs, der heute 60–80-jährigen. Die Fotografien machen deutlich, wie die Generation der Kriegskinder die politische Vereinnahmung unter dem Nationalsozialismus, den Zusammenbruch und den Neuanfang nach 1945 erlebte. Sie bilden den nur schwer fassbaren Übergang zwischen Krieg und Nachkriegszeit ab, und dokumentieren höchst unterschiedliche und „geteilte“ Kindheits- und Jugenderfahrungen, die nicht nur für Westfalen exemplarisch sind.

„Auswahltitel Deutscher Fotobuchpreis 2006/2007″

ISBN 3-89688-290-2, 178 Seiten, 2006

Zusätzliche Information

Gewicht 1200 g