Nicole Kempton und Nan Richardson (Hrsg.): LAOGAI

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The Machinery of Repression in China

LAOGAI bedeutet das China der alltäglichen Brutalität und Menschenverachtung. Das China, das seine Bürger in Arbeits- und Umerziehungslager – in die so genannten LAOGAI – pfercht, ausbeutet oder vernichtet. Das Buch beschreibt diese für die Volksrepublik China staatlich gelenkte Unterdrückungsmaschinerie und dokumentiert die dort herrschenden grauenhaften Zustände. China schickt Dissidenten, Kriminelle, Minderheiten, Christen, andere Religionsangehörige oder gesellschaftlich Missliebige wie Drogenabhängige in solche Umerziehungslager. Partei und Staat machen mit der Sklavenarbeit in den LAOGAI-Gefängnissen glänzende Geschäfte. Die chinesische Wirtschaft wächst so auch mit Hilfe von Sklavenarbeit in den LAOGAI.

LAOGAI bedeutet „Umerziehung durch Arbeit“. LAOGAI steht für ein System von Fabrikgefängnissen und Zwangsarbeitslagern, das Mao Zedong als Mittel der Umerziehung und als Einkommensquelle für die Volksrepublik China eingeführt hat. Schufteten 1979 noch Tausende in den LAOGAI, sind es nach Schätzung der Laogai Research Foundation und des prominenten chinesischen Dissidenten Harry Wu derzeit 6,8 Millionen in rund 1100 Lagern. Der 68-Jährige verbrachte unter Mao als „Rechtsabweichler“ 19 Jahre in LAOGAI. Nachdem er Anfang der Achtziger in die USA auswandern durfte, wurde er zu einem der einflussreichsten Anwälte und unerbittlichsten Streiter für Menschenrechte in China.

Für die Gefangenen bedeuten die Lager brutale Behandlung mit wenig Schlaf und gerade so viel Nahrung, um zu überleben. In einem Bericht von Stephen D. Marshall („Chinese Laogai: Die geheime Rolle bei der Entwicklung Tibets“) ist von 20-Stunden-Arbeitstagen und Aufsehergewalt die Rede, die Häftlinge in den Selbstmord treiben. Andere verstümmeln sich selbst, um dem unmenschlichen Arbeitsalltag zu entkommen. Wer die Anforderungen, warum auch immer, nicht erfüllt, wird geprügelt, gefoltert, erniedrigt oder auch sexuell missbraucht.

US-Kongress und Bundestag, das Italienische und das Slowakische Parlament sowie mehrere Deutsche Länderparlamente (u.a. Bayern, Hamburg, die Stadt München) haben das LAOGAI-System in Resolutionen verurteilt und seine Abschaffung verlangt.

Seit 1949 wurden etwa 50 Mio. Menschen in derartige Lager geschickt, 25 Mio. sind nie wieder aufgetaucht. Derzeit dürften dort ca. 3-5 Mio. Menschen geschunden werden, u.a. gefangene Tibeter, Uighuren oder auch Anhänger von Falun Gong. Das LAOGAI-System liefert auch dem internationalen Organhandel zu.

ISBN 978-3-89688-390-2, 160 Seiten, gebunden, 4-farbig, Text englisch

Zusätzliche Information

Gewicht 1222 g