Dominik Klenk: Metanomik

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Quellenlehre jenseits der Denkgesetze – Eugen Rosenstock-Huessys Wegbereitung vom ich-einsamen Denken der neuzeitlichen Philosophie zur gelebten Sprachvernunft

Innerhalb der deutschen Akademikerschaft werden die Bücher von Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973) zumeist in den Giftschrank verbannt. Seinerzeit Professor in Breslau und nach 1933 u.a. in Harvard / USA, lehrte der Querdenker an verschiedensten Fakultäten und saß dort meistens zwischen allen Stühlen. Mit seiner fundamentalen Kritik am neuzeitlichen Denken und dem herrschenden Wissenschaftsverständnis versuchte er nicht weniger als den absoluten Gültigkeitsanspruch unserer gängigen Denkschemata in Frage zu stellen. Im Unterschied zu Descartes ich-einsamem „Cogito“ setzt Rosenstock beim Angesprochenwerden an: Die Wahrheit wird nicht zuerst vom Ich gedacht, sondern muß zuvor dialogisch ausgesprochen und bewährt werden. Damit wird Denken zu einem zwischenmenschlichen und zeitlichen Geschehen. „Das Denken muß sühnen, was es der Sprache angetan hat, in dem es sich selber empfangen lernt, aus aktiv passiv wird“, formuliert Rosenstock. Das ist die Metanoia, die er nach zwei Weltkriegen von der Wissenschaft als Konsequenz einfordert. Harter Tobak für die Schulphilosophie. Sein Ansatz einer gelebten Sprachvernunft macht ihn zu einem anregenden Vordenker.

ISBN 3-89688-175-2, 240 Seiten, 2003

Zusätzliche Information

Gewicht 320 g