Gerrit H. W. Sonneville: Aufbruch aus dem Tal der Ahnungslosen

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Das Schicksal eines 16-jährigen in den Fängen der Stasi

Geboren und aufgewachsen in der DDR erlebte ich das ganze perfide und menschenverachtende SED-System der Unterdrückung, in allen Entwicklungsphasen eines jungen Menschen. Geprägt durch ein familiäres Umfeld, das dem SED-Regime sehr kritisch gegenüberstand und Meinungsvielfalt als intellektuellen Grundkonsens betrachtete, wuchs ich sehr schnell in eine Konfliktsituation hinein. Verstärkt wurde dies noch durch die niederländische Staatsangehörigkeit. Das SED-Regime duldete jedoch keine Meinungsvielfalt – das äußerte sich in der Schule in schlechteren Noten, keinerlei Abiturmöglichkeiten und dem erschwerten Finden von guten Ausbildungsplätzen.

All dies erfuhr ich am eigenen Leib und so eskalierte schließlich die Situation im März 1975 in einem spontanen Fluchtversuch, der dann 70 Meter vor der Grenze scheiterte. Es folgte ein Jahr Haft in verschiedenen Gefängnissen der DDR. Dabei nahm die viermonatige Isolationshaft bei der Stasi in Dresden einen prominenten Platz ein.

Dieses Buch schildert detailliert den Fluchtversuch, die einjährige Gefängniszeit und schließlich auch die anschließende Ausreise in die Niederlande. Die vielen Originaldokumente belegen eindrucksvoll diesen kompromisslosen Kampf, um letztendlich in Freiheit zu leben. Ein Stück Zeitgeschichte aus einer vergangenen Zeit, aus einer deutschen Diktatur, die bekanntermaßen am Ende von ihren eigenen Bewohnern gestürzt wurde.

 

ISBN: 978-3-89688-725-2, 252 Seiten, 2021

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 473 g