Markus Kiel: „Rein nationalsozialistisch gesehen…!“

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Die kritisch betrachtete Biografie des SA-Führers und Wuppertaler Polizeipräsidenten Willy Veller

Wilhelm Veller, Kriegsfreiwilliger des Ersten Weltkriegs und sowohl in Schützengräben als auch in Gefangenschaft sozialisiert, steht 1918 als junger heimgekehrter Mann buchstäblich vor dem Nichts. Er hat weder Ausbildung noch Freundin und schließt sich schon Mitte der 20er Jahre der SA und der NSDAP an. Sein ganzer Einsatz gilt fortan dieser jungen „Bewegung“, von der er sich eine bessere Zukunft erhofft. Er macht dort trotz seines offiziell bescheinigten Alkoholproblems und eines Vorfalls, bei dem er willkürlich auf Passanten schießt, bereits bis zur Machtübernahme Karriere. 1933 steigt er zum Polizeipräsidenten in Wuppertal auf und baut unter anderem das Konzentrationslager in der Nähe von Beyenburg mit auf. Obschon zwischenzeitlich wegen Unterschlagung von NS-Geldern und Korruption vor dem Partei­gericht angeklagt und aus der SA und der NSDAP ausgeschlossen, verliert er nie endgültig seine Posten als SA-Führer und Polizeipräsident. Sein Leben endet schließlich im Juni 1941 mit dem „Heldentod“ durch einen Kopfschuss. Zahlreiche Originaldokumente wie Ernennungsurkunden, Ausweise, Briefe und Fotos aus dem Leben Vellers illustrieren diese in vielzähligen Archiven gewonnenen Erkenntnisse zur kritischen Betrachtung seines Lebens.

Markus Kiel, Jahrgang 1971, hat bereits mehrere Bücher, unter anderem über die regionale NS-Geschichte in Wuppertal, verfasst. Im agenda Verlag erschien zuletzt sein Buch „Ich würde mich wieder für die NSDAP entscheiden“ über den NSDAP-Kreisleiter von Wuppertal, Alfred Straßweg.

ISBN 978-3-89688-630-9, 280 Seiten, 2019

Zusätzliche Information

Gewicht 540 g