Rebecca Fritz: Denkmäler Westfälischer Musik 2

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Die Sammlung Nordkirchen

Das Schloß Nordkirchen, etwa 40 km südlich von Münster gelegen, wurde im 18. Jahrhundert im Auftrag des Münsterschen Fürstbischofs Friedrich Christian Plettenberg (reg. 1688–1706) durch Gottfried Laurenz Pictorius (um 1660–1734) erbaut und die Anlage mit Park durch Johann Conrad Schlaun (1645–1733) vollendet. Es erlangte bald den Ruf eines »Westfälischen Versailles«, der sich womöglich nicht nur auf die Architektur bezog, sondern auch die repräsentative Prachtentfaltung des kulturellen Lebens einschloß. Rückschlüsse auf die Musikpraxis auf Schloß Nordkirchen sind zur Zeit jedoch nur über die Notensammlung Nordkirchen möglich,1 denn es sind weder Hinweise auf eine Kapelle oder ein spezielles Musikzimmer noch auf musikausübende Angestellte überliefert. So kann bisher nur davon ausgegangen werden, daß die Familienmitglieder musikalisch gebildet waren und vermutlich auch der eine oder andere Bedienstete zum Musizieren mit herangezogen wurde. Daher wurde vermutlich zumeist Kammermusik auf Schloß Nordkirchen gespielt. Die Kompositionen für Orchester in der Sammlung belegen nicht so sehr deren Aufführung auf Nordkirchen sondern eher das besondere Interesse und den gehobenen Geschmack der Personen, die die Sammlung zusammentrugen.

ISBN 978-3-89688-198-1, 148 Seiten, 2004

Zusätzliche Information

Gewicht 482 g